Manchmal muss man tausend Kilometer weit fahren, um endlich bei sich selbst anzukommen.
Sabine ist die Frau, auf die sich alle verlassen. Ihre Schwester. Ihre Eltern. Das halbe Büro. Ausgerechnet sie, die beruflich ein ganzes Programm gegen Überlastung entwickelt hat, funktioniert selbst nur noch.
Als ihr Chef, mit dem sie heimlich mehr verbindet als die Arbeit, ihr Herzensprojekt vor versammelter Chefetage als seine eigene Idee ausgibt und Sabine „zur Erholung“ nach Hause schickt, zerbricht mehr als nur ihre Karriere.
Kurzentschlossen flieht sie in die Toskana – offiziell ist es natürlich kein Weglaufen, sondern nur ein großzügig ausgelegter Überstundenabbau. Bei ihrer besten Freundin, ihren Eltern und Chico, dem tollpatschigen Familienhund, vor dem wirklich nichts sicher ist, findet sie zwischen Olivenhainen und Zypressen endlich wieder Luft zum Atmen.
Dort begegnet sie Lorenzo, mit staubigen Händen und einem trockenen Humor, der sie öfter aus dem Gleichgewicht bringt, als ihr lieb ist. Ein Mann, der sie mit einem einzigen Blick durchschaut und ihr zum ersten Mal seit Jahren das Gefühl gibt, wirklich gesehen zu werden. Was als zufällige Begegnung beginnt, wird zu Abenden, die sie nicht mehr loslassen. Während er eine alte Olivenmühle zu neuem Leben erweckt, wagt Sabine zaghaft, an ein eigenes Glück zu glauben.
Doch dann entdeckt sie einen Brief, der alles infrage stellt. Lorenzo verschweigt ihr etwas. Plötzlich ist die alte Angst wieder da: Ist er am Ende doch wie der Mann, vor dem sie geflohen ist? Oder verbirgt sich hinter seinem Schweigen eine Wunde, die der ihren ähnlicher ist, als beide je zugeben würden?
Wird Sabine den Mut finden, ihr altes Leben endgültig loszulassen – um für ein Glück zu kämpfen, das ganz allein ihres ist?
Ein gefühlvoller Italien-Roman voller Sonne, Sehnsucht und der Erkenntnis, dass das Leben erst dann beginnt, wenn man aufhört, für alle anderen zu funktionieren.
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